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Aktuelles

MUNDOlogia-Reihe
So. 28. November 2010:

16 Uhr: Norbert Rosing
WILDES DEUTSCHLAND


20 Uhr: Heinz Zak
JENSEITS DER VERTIKALEN

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Rückblick
MUNDOlogia im Fernsehen

Rückblick Mundolgia-Festivals

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MUNDOlogia-Festival Freiburg

Brief der Kanzlei am Konzerthaus in Freiburg

Lieber Tobias Hauser,

die hinter der MUNDOlogia stehende Philosophie spricht mich sehr an, da sie in weiten Teilen der Philosophie meiner Kanzlei entspricht.

Sie fragen sich sicherlich, wie sich denn die Philosophien eines Reportage-Festivals und einer Anwaltskanzlei entsprechen können. Nun, meine Kanzlei rückt die Verständigung zwischen Menschen in den Vordergrund. Die außergerichtliche Beilegung von Konflikten, insbesondere durch Vermittlung zwischen Konfliktparteien steht in meiner Kanzlei im Mittelpunkt. Die Berücksichtigung von Eigenheiten und Besonderheiten der Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Erlebniswelten ist meines Erachtens der Kern jeder nachhaltigen Konfliktbeilegung. Einfühlungsvermögen, Respekt und Wertschätzung sind Ausdruck von Menschlichkeit und Toleranz. Nirgendwo ist dies wichtiger als im Umgang mit anderen Völkern und Kulturen. Dies weiß ich aus meiner internationalen Tätigkeit in Krisengebieten und für Internationale Organisationen.

Die mit Ihrem Reportage-Festival durch faszinierende Fotografien und packende Erlebnisberichte vermittelte Weltkenntnis begünstigt bei den Besuchern die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, die für eine interkulturelle Kompetenz so wichtig ist. Diese Fähigkeit ist Voraussetzung für einen sensiblen Umgang mit sozialen, politischen, religiösen, ökonomischen und ökologischen Problemen und Konflikten, die in einer globalisierten Welt nicht an den nationalen Grenzen Halt machen. Die Auseinandersetzung mit anderen Ländern und Kulturen kann einen zu der Überprüfung der eigenen Gedanken anregen und durch das Entstehen neuer Gedanken einen Erkenntnisprozess in Gang bringen. Diese Selbsterkenntnis kann die Befreiung von der Hybris bedeuten, sein eigenes Wahrnehmen und Denken absolut zu setzen und ist die Voraussetzung für jegliche Art von Sich-Öffnen für das Andere, das Fremde, das Unbekannte. Sie ermöglicht es, in der Begegnung mit dem Fremden im Gegenüber aus sich selbst herauszutreten.

Sich durch das jeweilige Gegenüber immer wieder beunruhigen zu lassen und sich in der vermeintlichen Gewissheit seines Denkens, Wahrnehmens und Urteilens verunsichern zu lassen bedeutet eine je neue Herausforderung durch das Unbekannte anzunehmen und dient damit der Verständigung der Menschen und Völker, der Beilegung von Konflikten und somit letztlich dem Frieden.

Herzlichst, Ihr

Martin Beißwenger