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LEAVINGHOMEFUNKTION

Anne Knödler, Efy Zeniou, Johannes Fötsch, Kaupo Holmberg, Elisabeth Oertel:

Auf dem Landweg nach New York

Sie versetzten ihren gesamten Hausrat, kauften sich alte Ural-Motorräder und machten sich auf den Weg nach New York. Zweieinhalb Jahre lang fuhr das fünfköpfige Künstlerkollektiv Leavinghomefunktion Richtung Osten. Die sowjetischen Maschinen sorgten für ein gemächliches Vorankommen und zahllose Pannen – beste Voraussetzungen, um mit Land und Leuten intensiv in Kontakt zu kommen und atemberaubende Geschichten zu erleben.

Die fünf Absolventen europäischer Kunsthochschulen, Anne Knödler, Elisabeth Oertel, Efy Zeniou, Kaupo Holmberg und Johannes Fötsch, wollten nach dem Ende ihres Studiums raus aus der Komfortzone, unbekanntes Terrain betreten und sich ein eigenes Bild von der Welt machen. Für ihre Reise nach New York hatten sie sich deshalb für den längstmöglichen Weg entschieden, nämlich den, der den gesamten Osten durchquert. Und welches Vehikel wäre für eine solche Tour passender als das Ural-Gespann 650? Obwohl sie ahnten, dass die Zahl der nötigen Reparaturen unterwegs wahrscheinlich die Anzahl der Mücken in Sibirien übersteigen würde, hatten sie sich für die russischen Motorräder mit Beiwagen entschieden. Die Ural erfreut sich großer Beliebtheit – nicht nur im Uralgebirge – und wurde damit für die Abenteurer zum Brückenschlag zur Bevölkerung vor Ort. Bei jedem Stopp, jeder Panne gab es Einladungen zum Gespräch, zum Tee, zum Bleiben. Die Menschen öffneten ihre Garagen und Hinterhof-Werkstätten, um nach Ersatzteilen zu suchen und gemeinsam an der Reparatur zu tüfteln.

40.000 km tuckerten sie über feinsten Teer, endlose Holperstraßen und wüste Waldwege. Sie durchquerten Österreich, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Griechenland, die Türkei und Georgien. Unterwegs kämpften sie sich über Berge, durch Flüsse ohne Brücken, Wüsten, Sümpfe und Schwärme sibirischer Tigermücken. Sie überwanden die berüchtigte „Road of Bones“, standen in Kasachstan vor Gericht und irrten durch die mongolische Steppe. Den entlegenen Fluss Kolyma im fernen Osten Russlands befuhren sie bis zur Mündung in den Arktischen Ozean per Floß – angetrieben von den Teufelsmotoren der 650iger Ural Maschinen. Auf der anderen Seite der Beringstraße ging es durch Alaska, von Bären verfolgt durch Kanada, entlang der amerikanischen Westküste nach Los Angeles und schließlich nach New York City. Gelbe Taxi-Schwärme und das Smartphone-Blitzlichtgewitter ungläubig starrender Fußgänger bereiten ihnen einen unerwarteten Empfang und bildeten den Auftakt zu einem großartigen Grande Finale.

Sa, 09.02.2019 – 16:00 Uhr

Konzerthaus, Rolf-Böhme-Saal
Konrad-Adenauer-Platz 1
79098 Freiburg im Breisgau

Tickets ab 14.70 €

Wir möchten es wagen, auf uns allein gestellt einen Weg zu gehen – über die Grenzen des uns Bekannten hinaus. Die Herausforderung besteht dabei nicht nur im Kontakt mit anderen Kulturen oder einer endlosen unwägbaren Schotterpiste, sondern auch in der Auseinandersetzung mit uns selbst und dem, was wir wollen und können.

Leavinghomefunktion

Leavinghomefunktion

Das Projekt Leavinghomefunktion wurde 2014 von Johannes Foetsch (geb. 1984) Elisabeth Oertel (geb.1985), der Zypriotin Efy Zeniou ( geb.1987) und Anne Knödler (geb. 1985) gegründet. Kaupo Holmberg (geb. 1985) aus Estland stieß 2015 dazu. Foetsch, Oertel und Knödler haben an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle an der Saale Bildhauerei studiert, Zeniou Bildende Künste an der Notthingham Trent University in Großbritannien und Holmberg Bildhauerei an der Estonian Academy Of Arts in Tallinn, Estland. Internationale Vernetzung und kultureller Austausch waren die Grundgedanken ihres Projekts. Während der Reise verlagerten sie ihre künstlerische Arbeit vom Atelier in eine Art „mobiles Studio“.

www.leavinghomefunktion.com


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