Sondervortrag im kleinen Rahmen (75 Plätze)
David Lohmüller:
Verlorene Heimat
Zehn Jahre nach dem Völkermord an den Jesiden
Parallel zur bewegenden Fotoausstellung „Verlorene Heimat“ gibt der Freiburger Fotograf und MUNDOLOGIA-Preisträger David Lohmüller in diesem Unplugged-Vortrag im kleinen Rahmen Einblicke in seine intensive dokumentarische Arbeit an diesem Projekt. Persönlich und nah erzählt er von seinen Reisen in den Nordirak und von den Menschen hinter seinen Bildern.
Seit vielen Jahren begleitet Lohmüller jesidische Familien, die auch lange nach dem Völkermord von 2014 mit den Folgen von Flucht, Vertreibung und dem Verlust ihrer Heimat leben. Seine Fotografien führen in Flüchtlingscamps, in die zerstörte Region Sinjar und an Orte von großer religiöser und kultureller Bedeutung. Im Vortrag gibt er weitere Einblicke in seine Begegnungen vor Ort, berichtet von bewegenden Schicksalen und vom Versuch der Menschen, trotz schwieriger Lebensbedingungen Würde, Alltag und Hoffnung zu bewahren.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit David Lohmüller über seine Erfahrungen, seine Arbeit und die Situation der jesidischen Gemeinschaft zu diskutieren.

So, 31.01.2027 – 16:00 Uhr
Konzerthaus - Konferenzräume, 2. OG
Konrad-Adenauer-Platz 1
79098 Freiburg im Breisgau
Tickets ab 17.20 €
David Lohmüller
David Lohmüller lebt in Freiburg und ist freier Fotograf. Aufgewachsen in einer reisefreudigen Künstlerfamilie, wurde ihm die Leidenschaft fürs Weltentdecken und die Fotografie in die Wiege gelegt. Besonders die großen Überlandreisen und das einfache Unterwegsein mit dem Rucksack haben es dem studierten Anglizisten und Sportwissenschaftler angetan. Dabei schreckt er vor keiner Strecke zurück. Er trampte von Deutschland nach Gambia, durchquerte den Nahen Osten, fuhr mit einem alten DDR-Moped von Freiburg nach Marokko und reiste ohne Flugzeug bis nach Australien.
David Lohmüller war mehrere Monate lang als freiwilliger Helfer im Flüchtlingslager Idomeni, auf der Balkanroute und in verschiedenen Militärlagern in Griechenland im Einsatz. Der freiberufliche Fotograf hat dabei das Leben und die täglichen Herausforderungen von Menschen auf der Flucht hautnah miterlebt und seine Eindrücke fotografisch festgehalten. Seit 2018 reist er regelmäßig in den Nordirak und begleitet jesidische Familien in Flüchtlingscamps und in ihrer Heimatregion Sinjar. Seine fotografische Arbeit befasst sich mit akuten und langfristigen Folgen von Flucht, Vertreibung und Konflikten.











